Paderborn: Hilfsorganisationen üben Betreuungsplatz für 500 Menschen

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Paderborn – An der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule in Paderborn haben Hilfsorganisationen den Ernstfall trainiert: Es ging um die Betreuung vieler Menschen nach einer Großschadenslage. Über 50 Einsatzkräfte des DRK, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe waren dabei, unterstützt wurden sie von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Das teilte die Kreisverwaltung Kreis Paderborn mit.

Geübt wurde der Aufbau eines Betreuungsplatzes mit der Bezeichnung BTP 500. Grundlage war ein neu erstellter Erkundungsplan. Solche Pläne sammeln für die Einsatzleitung die wichtigen Informationen über ein Gebäude, zum Beispiel zur Raumaufteilung, zur Stromversorgung, zur Klimatisierung und zur sanitären Versorgung.

Wofür der Betreuungsplatz gedacht ist

Die beteiligten Hilfsorganisationen setzen mit dem BTP 500 ein gemeinsames Konzept in die Praxis um. Nach größeren Schadensereignissen sollen dort bis zu 500 Menschen ohne Verletzungen länger untergebracht, versorgt und verpflegt werden. Leicht Verletzte können begrenzt medizinisch betreut werden. Gedacht ist das etwa für Fälle, in denen Betroffene nach einem Brand oder einer Evakuierung zeitweise nicht heim können.

Damit ein Betreuungsplatz im Notfall schnell steht, suchen und prüfen die Hilfsorganisationen im Kreisgebiet passende Gebäude und Flächen. Vor Ort nehmen sie die Objekte in Augenschein und halten in Erkundungsplänen fest, wie sich diese nutzen lassen. Erstmals in der Praxis erprobt wurde der neue Erkundungsplan an der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule. Dabei erprobten die Einsatzkräfte Abläufe und sammelten Erkenntnisse für die weitere Planung.

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Redaktionsnotiz

Ein Plan auf Papier zeigt erst im Test, ob er trägt. Dass die Hilfsorganisationen dies an einer echten Schule üben, ist sinnvoll. Offen lässt die Mitteilung, welche Erkenntnisse die Übung brachte und was nun am Plan geändert wird. Für Anwohner wäre zudem interessant, welche weiteren Gebäude im Kreis erfasst werden sollen.

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