Olpe – Am 17. Oktober 2026 haben Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz in Fretter einen Gefahrstoffeinsatz geprobt. Der Kreis Olpe richtete die ABC-Übung an der Kalkwerkstraße gemeinsam mit der Gemeinde Finnentrop und der Firma MAXAM Deutschland GmbH aus, wie die Kreisverwaltung Kreis Olpe mitteilte.
Umfang der Übung
Rund 260 Einsatzkräfte mit etwa 60 Fahrzeugen nahmen teil. Außerdem hielten weitere rund 60 Feuerwehrleute den sogenannten Grundschutz bereit, falls in der Gemeinde Finnentrop und der Stadt Lennestadt ein echter Ernstfall eintreten sollte. Nach Angaben des Kreises glich die Kalkwerkstraße samt Umfeld einem Blaulichtmeer. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich die technische Ausstattung der beteiligten Organisationen ansehen.
Unter dem Titel „Rauch statt Knall“ wollten die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte wichtige Schritte der Zusammenarbeit testen, einüben und gegebenenfalls verbessern.
Das Szenario
Angenommen wurde ein Brand mit starker Rauchentwicklung bei MAXAM Deutschland GmbH in Fretter. Der einzige noch anwesende Mitarbeiter bemerkte den Rauch beim Verladen mit einem Gabelstapler. Er erschrak, verriss das Lenkrad und fuhr in einen abgestellten Behälter, sodass Gefahrstoffe austraten.
Die Feuerwehr Finnentrop rückte zunächst von drei Standorten aus. Noch vor dem Eintreffen der ersten Kräfte gingen in der Leitstelle weitere Notrufe zu sichtbarem Rauch am Objekt ein. Deshalb wurden weitere Kräfte aus Rettungsdienst sowie Brand- und Bevölkerungsschutz alarmiert. Auf Finnentroper und Lennestädter Gebiet besetzten Einsatzkräfte mehrere Absperrpunkte, und Warnfahrzeuge warnten die Bevölkerung.
Beteiligte
- Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop sowie der Städte Attendorn und Lennestadt, dazu ABC-Einheiten aus dem Kreis Olpe
- Rettungsdienst des Kreises Olpe
- Deutsches Rotes Kreuz (Kreisverband Olpe)
- Malteser Hilfsdienst (Stadtgliederung Olpe)
- Technisches Hilfswerk (Ortsverbände Attendorn, Lennestadt und Olpe)
- Ordnungsamt der Gemeinde Finnentrop
Auswertung
Brandamtmann Thomas Krippendorf vom Fachdienst „Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst“ des Kreises Olpe hat die Übung geplant und organisiert. Er wertet die Abläufe nun aus und sagte, die Einheiten hätten sehr gut zusammengearbeitet, eine solche Übung zeige aber an verschiedenen Stellen Verbesserungspotenzial auf.
Danach gab es in der Schützenhalle in Fretter eine kurze Nachbesprechung mit Imbiss. Die Verantwortlichen dankten allen Beteiligten für ihr Engagement in Haupt- und Ehrenamt.
Überblick
- Termin: 17. Oktober 2026
- Ort: Kalkwerkstraße in Fretter
- Nachbesprechung: Schützenhalle in Fretter
- Verantwortlich für Planung und Organisation: Brandamtmann Thomas Krippendorf, Kreis Olpe
Redaktionsnotiz
Dass ein Szenario mit Rauch, Gefahrstoffen und Bevölkerungswarnung über Gemeindegrenzen hinweg geübt wird, ist sinnvoll. Interessant wird, welche Schwachstellen die Auswertung zutage fördert und ob der Kreis sie später benennt. Dazu schweigt die Mitteilung bisher.



