Oelde – Der Oelder Jürgen Jendreizik ist für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Regierungspräsident Andreas Bothe von der Bezirksregierung Münster überreichte ihm die Auszeichnung am Donnerstag, 22. Oktober 2026, wie die Stadt Oelde mitteilte. Gewürdigt wird sein langjähriges und vielseitiges Wirken für das gesellschaftliche Miteinander.
Im Lokalsport der Stadt hat Jendreizik Spuren hinterlassen: Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des „Leichtathletikverein Oelde e.V.“ und trainierte dort. Außerdem vermaß er im Auftrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ehrenamtlich Laufstrecken. In der Kommunalpolitik saß er von 1994 bis 1999 im Rat der Stadt Oelde. Aktiv eingebracht hat er sich außerdem in der Kirchengemeinde und im künstlerischen Bereich in Oelde.
Über die Stadtgrenzen hinaus fällt vor allem sein Einsatz für krebskranke Kinder und Jugendliche auf. Er initiierte unter anderem den „Münsterlands Sternlauf“. Die Spenden, die der Lauf seit seiner Premiere vor rund 14 Jahren einbringt, gehen über die Kinderkrebshilfe Münster e.V. an die Kinderkrebsstation in Münster.
Die Stadt Oelde gratuliert Jendreizik zu der Anerkennung und bedankt sich bei ihm für sein Engagement zugunsten der Allgemeinheit.
Einordnung
Das Bundesverdienstkreuz trägt offiziell den Namen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Nach Angaben der Bezirksregierung Münster stiftete ihn der damalige Bundespräsident Theodor Heuss im Jahre 1951. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung des Bundes und wird laut Bezirksregierung für besondere Verdienste um die Bundesrepublik vom Bundespräsidenten verliehen. Solche Verdienste können in allen Bereichen erworben werden, etwa im wirtschaftlich-sozialen und politischen Bereich oder durch mitmenschliche Hilfe mit persönlichem Einsatz.
Laut Mitteilung der Bezirksregierung ist das Verdienstkreuz am Bande bei einer erstmaligen Ehrung in der Regel die höchste Stufe, die vergeben wird. In seltenen Ausnahmefällen können das Verdienstkreuz 1. Klasse oder das Große Verdienstkreuz als Erstauszeichnung vergeben werden. Laut Wikipedia sollte die zu ehrende Person für das Verdienstkreuz am Bande ein Mindestalter von 40 Jahren erreicht haben.
Vorschlagen kann die Auszeichnung nach Angaben der Bezirksregierung jede Person. Der Vorschlag lässt sich formlos einreichen, und zwar bei der Gemeinde, in der die vorgeschlagene Person wohnt, beim Landrat des Kreises, bei der Bezirksregierung, bei der Staatskanzlei oder direkt beim Bundespräsidenten. Einen Anspruch auf die Verleihung gibt es laut Bezirksregierung nicht. Eine Ordensverleihung ist ausgeschlossen, wenn jemand sich selbst für die Auszeichnung ins Gespräch bringt.
Redaktionsnotiz
Auffällig an Jendreiziks Engagement ist die Breite: Sport, Rat, Kirche, Kunst und eine Benefizidee, die offenbar über Jahre trägt. Die Mitteilung nennt für den Sternlauf keine Spendensumme, sie hätte gezeigt, was das Engagement konkret bewirkt. Wer jemanden im Ort für eine solche Ehrung geeignet hält, kann sie formlos anregen, etwa bei der Gemeinde.



