Kreis Paderborn: Glasfaser für 2.100 Adressen in sieben Kommunen

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Bad Lippspringe – Im Kreis Paderborn beginnt der nächste geförderte Glasfaserausbau. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden rund 2.100 bislang unterversorgte Adressen in sieben Kommunen angeschlossen. Das teilte die Stadt Bad Lippspringe mit. Bad Lippspringe gehört zu den beteiligten Orten, ebenso Paderborn, Lichtenau, Bad Wünnenberg, Hövelhof, Salzkotten und Büren.

Das Vorhaben läuft im Förderprogramm „Graue Flecken“ und kostet 21,7 Millionen Euro. Rund 10,9 Millionen Euro kommen vom Bund, rund 7,3 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen. Rund 3,5 Millionen Euro entfallen auf die Kommunen. Das Amt für Wirtschaft & Tourismus des Kreises warb die Fördermittel ein und führte für die beteiligten Kommunen die gesamte Ausschreibung und Vergabe durch. Mittelabrufe und Verwendungsnachweise laufen ebenfalls über das Amt.

Der offizielle Start fand auf dem Gelände der Mathias Schlotmann GmbH in Hövelhof statt. Zum Start kamen Gäste aus den beteiligten Kommunen, vom Projektträger des Bundes, aus dem NRW-Wirtschaftsministerium, von der Bezirksregierung Detmold und von der Telekom. Ausgehend von Hövelhof soll das Netz in den nächsten zwei Jahren schrittweise auch die übrigen Kommunen erreichen.

Ziel ist es, Versorgungslücken zu schließen und Privathaushalte wie Unternehmen anzubinden. Landrat Christoph Rüther erklärte: „Der konsequente Ausbau unseres Glasfasernetzes ist eine Investition in die Zukunft unserer Region.“ Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens, Sprecher der Bürgermeister im Kreis, betonte, mit dem geförderten Ausbau werde man weitere Versorgungslücken schließen.

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Wer gefördert wird

Das „Graue-Flecken“-Programm zielt auf Adressen, die im Download unter 500 Mbit/s oder symmetrisch unter 200 Mbit/s erreichen. Außerdem darf kein Telekommunikationsunternehmen angekündigt haben, die Region in den nächsten drei Jahren auf eigene Rechnung auszubauen. Welche Adressen förderfähig sind, klärte vorab ein vorgeschriebenes Markterkundungsverfahren. Das Programm setzt den geförderten Ausbau der „Weißen Flecken“ und die Glasfasererschließung einzelner Gewerbegebiete fort.

Jens Kronsbein, Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung Detmold, sagte, die Glasfaserförderung zeige deutliche Wirkung. In Ostwestfalen-Lippe lag die Glasfaserquote 2019 noch unter 5 %, inzwischen sei sie stark gestiegen. Die höchste Versorgungsquote der Region hat der Kreis Paderborn, sie liegt über 90 %.

Überblick

  • Volumen: 21,7 Millionen Euro
  • Förderung: Bund rund 10,9 Millionen Euro, Land NRW rund 7,3 Millionen Euro
  • Anteil der Kommunen: rund 3,5 Millionen Euro
  • Dauer: zwei Jahre
  • Beteiligte Kommunen: Paderborn, Lichtenau, Bad Lippspringe, Bad Wünnenberg, Hövelhof, Salzkotten, Büren

Redaktionsnotiz

Für Anwohner in den betroffenen Gebieten zählt vor allem, ob ihre Adresse zu den förderfähigen gehört. Die Mitteilung nennt dazu keine Liste und keinen Zeitplan je Kommune. Wer wissen will, wann gebaut wird, muss bei der eigenen Stadt oder Gemeinde nachfragen. Die klare Förderlogik mit Markterkundung ist nachvollziehbar.

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