Warendorf: Wertstoffboxen für Elektrokleingeräte verschwinden Anfang 2027

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Warendorf – Ab dem 1. Januar 2027 gibt es die Wertstoffboxen für Elektrokleingeräte nicht mehr. Der ECOWEST VERBUND zieht sie zu diesem Datum ab, teilte die Stadt Warendorf mit. Kostenlos abgeben lassen sich die Geräte weiterhin am Wertstoffhof der Stadt Warendorf und am Entsorgungszentrum in Ennigerloh.

Grund dafür ist eine Gesetzesänderung beim Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Mit ihr werden die Vorgaben für das Einsammeln von Elektroaltgeräten strenger. Das Gesetz soll die getrennte Sammlung verbessern und die Brandgefahr verringern, die von falsch entsorgten oder beschädigten Batterien und Lithium-Akkus ausgeht. Solche Akkus sind inzwischen in zahlreichen Alltagsprodukten verbaut, etwa in Handys, Akkuschraubern, Spielzeug, Kinderschuhen oder Grußkarten.

Die bisherigen Container hatten es möglich gemacht, kleine Elektrogeräte wohnortnah loszuwerden. Der Verband prüfte nach eigenen Angaben intensiv, ob sich diese Form der Sammlung fortführen lässt. Andreas Meschede, im ECOWEST VERBUND Abteilungsleiter Dienstleistungen, erklärte: „Unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen können wir die Sammlung in dieser Form leider nicht mehr verantworten“.

Annahmetheke an allen Standorten

Folgen hat die Gesetzesänderung auch für die Recyclinghöfe und Entsorgungspunkte von AWG und GEG in den Kreisen Warendorf und Gütersloh. Geräte mit Batterien oder Akkus muss geschultes Personal annehmen und in die passenden Container einsortieren. Bürgerinnen und Bürger dürfen sie nicht mehr eigenhändig in die Sammelcontainer werfen. Deshalb gibt es inzwischen an allen Standorten eine Annahmetheke. Die Anliefernden stellen ihre Elektrokleingeräte dort ab, das Fachpersonal legt sie in die Container. Ein zertifizierter Fachbetrieb holt sie anschließend zur Verwertung ab.

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Meschede erläuterte, viele Geräte ließen auf den ersten Blick nicht erkennen, ob eine Batterie oder ein Akku darin steckt. Deshalb sei genaues Hinsehen bei der Annahme wichtig. Für die Teams bedeute die Thekenlösung zusätzliche Arbeit, für die Anliefernden nur einen etwas anderen Ablauf.

Kostenlos abgeben lassen sich Elektroaltgeräte weiterhin auf sämtlichen Recyclinghöfen und Entsorgungspunkten von AWG und GEG. Wer Großgeräte loswerden will, kann nach Anmeldung die kostenfreie Abholung direkt vor dem Haus nutzen. Dabei können auch defekte Elektrokleingeräte mit bereitgestellt werden. Außerdem ist der Handel verpflichtet, defekte Elektroaltgeräte nach den gesetzlichen Vorgaben kostenlos zurückzunehmen.

Meschede betonte, die Möglichkeiten zur kostenlosen Entsorgung blieben bestehen. Sein Appell: Alte Elektrogeräte sollen auch künftig separat gesammelt und keinesfalls in den Restmüll geworfen werden.

Für Großgeräte wie Kühlschränke, Herde oder Waschmaschinen bieten AWG und GEG den Abholservice an, auch sperrige Metallteile können mitgenommen werden. Die Abholung erfolgt nach vorheriger Terminabsprache unmittelbar vor der Haustür.

Überblick

  • Wertstoffboxen für Elektrokleingeräte werden zum 1. Januar 2027 abgezogen
  • Kostenlose Abgabe: Wertstoffhof der Stadt Warendorf und Entsorgungszentrum in Ennigerloh sowie alle Recyclinghöfe und Entsorgungspunkte der AWG und der GEG
  • Anmeldung der Abholung online: www.ecowest-verbund.de/elektroaltgeräte
  • Servicenummer für die Anmeldung: 0800 2334859
  • Informationen zu den Standorten: www.ecowest-verbund.de/privatkunden

Redaktionsnotiz

Dass die Abgabe kostenlos bleibt und an der Theke fachkundig geprüft wird, ist ein nachvollziehbarer Ausgleich für den Wegfall der Boxen. Wer Großgeräte hat, spart sich mit dem Abholservice die Fahrt ganz.

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