Bocholt – Nach einem Aufbruch einer Gartenhütte in Bocholt hat die Polizei einen Tatverdächtigen schnell gefunden. Das teilte die Kreispolizeibehörde Borken mit. Den entscheidenden Hinweis gab eine Anwohnerin an der Rheinstraße.
Die Frau beobachtete gegen 12.30 Uhr einen verdächtigen Mann, der das Grundstück eines derzeit unbewohnten Einfamilienhauses verließ. Wenig später entdeckte sie zusammen mit einem Nachbarn, dass die Tür einer Gartenhütte auf dem Grundstück gewaltsam aufgebrochen worden war. Die Anwohnerin informierte die Eigentümerin, und diese rief die Polizei.
Als die Beamten die Beschreibung des Unbekannten hörten, erkannten sie ihn sofort wieder. Sie hatten den Mann kurz zuvor bei einer Streifenfahrt unmittelbar vor dem betroffenen Grundstück gesehen. Aus früheren Einsätzen war er ihnen bereits bekannt, die Personenbeschreibung passte deshalb eindeutig. Auch einen möglichen Aufenthaltsort des Mannes kannte die Polizei bereits. Dort trafen die Beamten ihn gegen 14.15 Uhr an.
Bei der Durchsuchung fanden sie einen Schraubendreher und ein Teppichmesser. In einer Tasche, die der Mann bei sich hatte, lag außerdem eine Heckenschere. Die Polizei stellte die Heckenschere als mutmaßliches Diebesgut sicher, ebenso die beiden Werkzeuge.
Nach Angaben der Polizei gab der Tatverdächtige zu, dass er auf dem Grundstück war. Den Aufbruch der Gartenhütte bestritt er jedoch. Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen ihn ein und ermittelt weiter.
Redaktionsnotiz
Der Fall zeigt, wie viel eine aufmerksame Nachbarschaft bewirken kann: Erst die genaue Beobachtung der Anwohnerin machte den schnellen Zugriff möglich. Ob der Mann die Hütte tatsächlich aufgebrochen hat, ist offen, er bestreitet es. Das klären nun die Ermittlungen, bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.



