Bocholt – Das collegium musicum der Stadt Bocholt gibt am Sonntag, den 22. November 2026, um 18:00 Uhr ein Konzert in der Christuskirche an der Münsterstraße 19. Die Leitung hat Annette Oehmen. Nach Angaben der Stadt Bocholt, die das Konzert mitteilte, steht ein „abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm“ auf dem Spielplan.
Zu hören sind die Serenade Es-Dur op. 7 für Bläser von Richard Strauss, Henryk Goreckis Drei Stücke im Alten Stil sowie die Peer Gynt Suite Nr. 2 von Edvard Grieg. Außerdem steht Franz Schuberts Arpeggione-Sonate a-Moll D 821 auf dem Programm, eingerichtet für Viola und Streicher.
Den Solopart bei Schuberts „Arpeggione“ übernimmt Tobias Nayda. Er studierte zunächst bei Prof. Diemut Poppen in Detmold Orchestermusik (Bachelor). Dort prägten ihn Meisterkurse bei Bratschisten wie Nils Mönkemeyer, Roland Glassl, Andreas Willwohl und Gunter Teuffel. Zudem wurde er in Detmold vom Auryn Quartett intensiv kammermusikalisch gefördert. Den Master schloss er 2025 bei Prof. Volker Jacobsen in Hannover mit der Bestnote ab. Inzwischen gehört er fest zur Bratschengruppe der Essener Philharmoniker.
Das Konzert wird von der Stadt Bocholt, der Volksbank Bocholt und der Evangelischen Kirche in Bocholt unterstützt.
Überblick
- Termin: Sonntag, 22. November 2026, 18:00 Uhr
- Ort: Christuskirche, Münsterstraße 19
- Karten im Vorverkauf gibt es im Theaterbüro in der Volksbank, Meckenemstraße 10
- Erreichbar ist das Theaterbüro unter der Telefonnummer 02871 12309 sowie per E-Mail an theaterbuero(at)stadttheater-bocholt(dot)de
- Vorverkauf: 10,00 € für Erwachsene, ermäßigt 5,00 € (Schüler, Azubis, Studierende)
- Abendkasse: 12,00 € beziehungsweise 8,00 €
Einordnung
Schuberts Sonate war ursprünglich nicht für die Bratsche gedacht. Sie entstand im November in Wien für das Arpeggione, das im Kern eine gestrichene Gitarre war. Das Instrument war erst im Jahr davor erfunden worden. Die Sonate gilt als einzige bedeutende erhaltene Komposition dafür.
Vermutlich gab Schuberts Freund Vincenz Schuster das Werk in Auftrag, der das Arpeggione virtuos spielte. Als die Sonate nach Schuberts Tod erschien, war die Begeisterung für das Instrument längst verflogen. Heute wird sie meist auf Cello oder Bratsche gespielt.
Auch die Peer Gynt Suite hat ihre Vorlage im Theater. Beide Suiten stammen aus Griegs Schauspielmusik zu Henrik Ibsens dramatischem Gedicht „Peer Gynt“. Grieg stellte zwei Orchestersuiten zusammen, ohne die gesprochenen Dialoge und den Gesang.
Redaktionsnotiz
Das Programm verbindet Bläser- und Streicherstücke. Interessant ist die Arpeggione-Sonate in der Fassung für Viola, weil sie ein Werk für ein längst vergessenes Instrument heutigen Ohren zugänglich macht. Die Preisstaffelung macht den Besuch auch für junge Leute gut möglich.



