Dülmen – Am Neusträßer Graben in Hausdülmen wird die Hochzeitsbaum-Tradition fortgesetzt. Sieben Brautpaare setzten dort jetzt die ersten Bäume, in den kommenden Jahren sollen weitere folgen, teilte die Stadt Dülmen mit. Ein neuer Standort war nötig, weil die alte Hochzeitsbaum-Allee entlang des Heubachs vollständig bepflanzt ist. In den vergangenen 18 Jahren wuchs dort eine Eschen- und Lindenallee mit 142 Bäumen heran.
Die sieben neuen Bäume stehen seit wenigen Tagen. Es sind Arten mit kleiner Krone, die sich gut an Wegen entwickeln, darunter Felsenbirne, Apfeldorn und Kornelkirsche. Zur Blüte bieten sie Bienen Nahrung, die Früchte dienen Vögeln als Futter.
Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann sagte bei der Pflanzaktion: „Die Hochzeitsbaum-Allee entlang des Heubachs gehört inzwischen fest zu unserem Dorf. Umso schöner, dass diese besondere Tradition nun am Neusträßer Graben weitergeführt wird.“ Jeder Baum bekommt noch eine kleine Hinweistafel mit dem Brautpaar sowie Hochzeits- und Pflanzdatum, dazu ein Schild mit der Baumart.
Überblick
- Ort: Neusträßer Graben in Hausdülmen
- Mehr zur Allee und zu den jährlichen Pflanzungen gibt es im Serviceportal der Stadt Dülmen
Einordnung
Das Angebot richtet sich laut Serviceportal der Stadt Dülmen an Menschen, die vor Kurzem geheiratet haben, ein Ehejubiläum feiern oder einen Hochzeitsbaum verschenken möchten. Die Pflanzung findet im Herbst entlang des Neusträßer Grabens in Hausdülmen statt.
Am Tag der Aktion übergibt der Bürgermeister die Bäume an die Paare, die sie anschließend selbst pflanzen. Wer verhindert ist, dem pflanzt die Stadt den Baum. Die Baumart können die Paare nicht wählen, da die Stadt eine ausgewogene Mischung erreichen möchte.
Die Anmeldung läuft über ein Onlineformular. Ein Hochzeitsbaum kostet nach Angaben des Serviceportals 200 €, der Betrag wird nach der Aktion eingezogen.
Redaktionsnotiz
Dass die Tradition nicht mit der vollen Allee endet, sondern an neuer Stelle weitergeht, ist für Brautpaare im Ort eine gute Nachricht. Die Mitteilung nennt Baumarten mit Nutzen für Bienen und Vögel, was zum Standort an einem Weg passt. Offen bleibt, wie viele Bäume am Neusträßer Graben insgesamt Platz finden sollen.



