Iserlohn: 40 Kinder lernen im Sprachcamp im Wald Deutsch

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Iserlohn – In den Herbstferien haben 40 Schülerinnen und Schüler der Südschule, der Burgschule und der Europaschule Kalthof im Waldpädagogischen Zentrum Deutsch gelernt. Das städtische Sprachcamp fand zum 20. Mal statt. Das teilte die Stadt Iserlohn mit. Es endete am Freitag, 30. Oktober. Die Kinder bekamen zum Abschluss Urkunden und ihre Waldhefte.

Die meisten Teilnehmenden stammen aus Syrien, der Türkei, Bulgarien, Polen und der Ukraine. Für sie ist Deutsch die Zweitsprache. Die Natur biete ihnen dafür intensive und ganzheitliche Lernmöglichkeiten, heißt es in der Mitteilung. Angemeldet werden die Kinder auf Empfehlung ihrer jeweiligen Klassenlehrerin.

Waldsofas, Forschungsaufträge und Musikinstrumente

Für viele Kinder war es ein Abenteuer, bei jedem Wetter so lange draußen zu sein und die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Aus selbst gebauten Waldsofas entstanden ihre „Wohnzimmer“. Sie bekamen Forschungsaufträge und unterhielten sich dabei angeregt miteinander. Das Naturerleben bot nach Angaben der Stadt außerdem Raum für Umweltbildung, soziales Lernen und Bewegung. Das habe das Sprechen, Rechnen, Zählen und Schreiben beflügelt, heißt es von der Stadt. Aus Grünholz fertigten die Kinder in diesem Jahr Flöten und ein Waldxylophon an, außerdem webten sie eine Waldharfe.

Mittags gab es ein warmes Essen von Krug Catering aus Letmathe. Außerdem kümmerte sich täglich eine kleine Gruppe um die Rohkost für alle. Auch dabei wurde jedes Erlebnis als Anlass zum Sprechen genutzt, obwohl es nur um die Rohkost ging.

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Kooperation und Team

Zum 14. Mal arbeitete die Stadt dabei mit dem Waldpädagogischen Zentrum und dem Verein „Lernort Natur – Waldschule im Märkischen Kreis e.V.“ zusammen. Das Camp erhielt verlässliche Unterstützung von deren Vertretern Nils Bonnermann und Burkart Laaser. Das Team bestand aus Maria Gandul, Alin Geitmann-Rompza, Krista Kluwe, Kathrin Jäger und Lauritz Seidel. Als Praktikanten halfen Miguel Brückner-Russello, Alessio Borrello, Elias El Fakir und Tim Meidow mit. Die Organisation und Begleitung lag bei Jana Marek aus der Abteilung Pädagogik bei der Stadt Iserlohn.

Urkunde und Waldheft geben den Kindern einen Anlass, zu Hause und in der Schule vom Erlebten zu erzählen. Dadurch werde die Sprache weiter gefestigt, so die Stadt.

Überblick

  • Ende: Freitag, 30. Oktober
  • Ort: Waldpädagogisches Zentrum im Märkischen Kreis
  • 40 Schülerinnen und Schüler aus der Südschule, der Burgschule und der Europaschule Kalthof nahmen teil
  • Angemeldet wird auf Empfehlung der jeweiligen Klassenlehrerin
  • Organisation: Jana Marek, Abteilung Pädagogik, Stadt Iserlohn

Redaktionsnotiz

Sprache lernt sich leichter, wenn es etwas zu tun gibt: Waldsofas bauen oder Instrumente schnitzen schafft Gesprächsstoff, den kein Arbeitsblatt liefert. Dass die Kinder ein Waldheft mit nach Hause nehmen, ist eine gute Idee. Offen bleibt, nach welchen Kriterien die Klassenlehrerinnen ihre Empfehlungen aussprechen.

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