Bielefeld – Eine Demonstration mit Aufzug ist in der Bielefelder Innenstadt weitgehend ohne Störungen verlaufen. Das teilte die Polizei Bielefeld mit. Die Versammlung dauerte von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr und war von einer Privatperson angemeldet worden. Unter ihrem Motto verlangten die Teilnehmenden eine Politik, die Geld in Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheit, Klimaschutz und bezahlbares Leben steckt, anstatt bei der jungen Generation den Rotstift anzusetzen. Das Motto lautete sinngemäß, man wolle mitbestimmen, wenn über die Zukunft entschieden wird.
Um 14.00 Uhr fiel am Jahnplatz der Startschuss mit der Auftaktkundgebung. Gegen 14.30 Uhr zog die Versammlung auf dem abgestimmten Aufzugsweg los, mit weniger Teilnehmern als angezeigt. Die Zwischenkundgebung fand gegen 15:45 Uhr an der Elsa-Brändström-Straße statt, ohne Störungen. Gegen 16.30 Uhr, im Anschluss an die Abschlusskundgebung am Rathausplatz, wurde die Versammlung für beendet erklärt.
Medizinischer Notfall an der Mindener Straße
Unterwegs, auf Höhe der Mindener Straße nahe dem OWD, ereignete sich ein medizinischer Notfall. Die Polizei bringt ihn mutmaßlich mit dem Abbrennen von Pyrotechnik in Verbindung. Weil ein ursächlicher Zusammenhang nicht auszuschließen ist, fertigte die Polizei eine Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen Unbekannt. Polizei- und Rettungskräfte versorgten die verletzte Person vor Ort, danach kam sie ins Krankenhaus.
Nach dem Ende der Versammlung
Nach dem Ende zündete eine vermummte Personengruppe in der Renteistraße zweimal Pyrotechnik. Verletzt wurde dabei niemand. Einsatzkräfte trafen anschließend mehrere Personen an. Eine von ihnen leistete Widerstand gegen Polizeibeamte. Nach der Feststellung der Personalien wurden die Personen entlassen.
Am frühen Abend, gegen 18:00 Uhr, erfuhr die Polizei, dass Personen in Räume einer leerstehenden Kaserne in der Oldentruper Straße gelangt waren. Vor Ort traf sie ca. 20 Personen an, die mit Bannern unter dem Motto „Wohnraum schaffen statt Waffen“ ein Zeichen setzen wollten. Ein Gespräch mit einem Objektverantwortlichen brachte keine Hinweise auf strafbares Verhalten. Kurz darauf hatten die Personen das Objekt wieder verlassen.
Verkehr und Bewertung der Polizei
Der Verkehr war während des Aufzugs wegen der erforderlichen Sperrungen zeitweise beeinträchtigt, wie vorab angekündigt.
Vor der Versammlung hatte es in Sozialen Medien Aufrufe zu Straftaten und Plünderungen gegeben. Störungen dieser Art stellte die Polizei nicht fest. Sie zeigte sich mit dem weitgehend störungsfreien Verlauf zufrieden. Nach ihrer Darstellung ging ihr Konzept auf, den Teilnehmenden eine friedliche Teilnahme und Meinungskundgabe zu ermöglichen.
Redaktionsnotiz
Die Bilanz der Polizei fällt positiv aus, nennt aber auch Einzelfälle wie die Pyrotechnik und den medizinischen Notfall. Offen bleibt, wie es der verletzten Person geht und ob die Ermittlungen gegen Unbekannt zu einem Ergebnis führen. Die Mitteilung ist eine Sicht der Polizei auf den Tag.



