Wer in der südwestlichen Innenstadt von Meschede unterwegs ist, muss in den kommenden Monaten mit Arbeiten an Kanalschächten rechnen. Der Ruhrverband untersucht dort das Kanalnetz, teilte die Stadt Meschede mit. Es handelt sich um die jährliche Routineinspektion. Die Arbeiten liegen im Bereich südlich der Ruhr und sollen voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres dauern.
Geprüft werden rund 25 Kilometer des öffentlichen Kanalnetzes, dazu zählen auch die Grundstücksanschlussleitungen. Rechtliche Grundlage ist die Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO Abw). Die Untersuchung soll nach Angaben des Ruhrverbands die Betriebsfähigkeit der städtischen Abwasserinfrastruktur langfristig sichern.
So läuft die Inspektion ab
Zuerst reinigt ein Spülwagen alle Schächte und Leitungen, damit mögliche Schadstellen gut zu erkennen sind. Danach fährt ein Kamerawagen durch die Kanäle und fertigt detaillierte Aufnahmen an. Diese werden später ausgewertet. Zeigen sich Mängel oder Abnutzungen, lassen sich die nötigen Instandsetzungsmaßnahmen planen.
Was Anwohner und Verkehr erwartet
Die Arbeiten finden größtenteils unterirdisch statt. Voraussichtlich kommt es deshalb nur an den Schachteinstiegen zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen. Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer im betroffenen Gebiet bleiben in der Regel unbehelligt, wenn die Leitungen auf dem eigenen Grundstück korrekt verlegt sind.
Entdeckt die Spezialkamera reparaturbedürftige Schäden, können später umfangreichere Bauarbeiten folgen. Je nach Lage und Ausführungsart wirken sie sich auch auf den Straßenverkehr aus. Der Ruhrverband bittet um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen.
Überblick
- Ort: südwestlicher Innenstadtbereich von Meschede, südlich der Ruhr
- Dauer: voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres
- Umfang: rund 25 Kilometer Kanalnetz samt Grundstücksanschlussleitungen
- Verkehr: voraussichtlich nur kurzzeitige Behinderungen an den Schachteinstiegen
Redaktionsnotiz
Für die meisten Anwohner dürfte die Inspektion kaum spürbar sein, die Mitteilung nennt vor allem kurze Behinderungen an Schächten. Offen bleibt, welche Straßen genau wann betroffen sind. Wer dort regelmäßig fährt, sollte auf Arbeitsstellen achten. Ob später größere Baustellen folgen, hängt von den Kameraaufnahmen ab.



